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Einsatzbericht Feuer im Mehrfamilienhaus
14.12.2010 (Einsatznr. 23)


Noch einmal glimpflich ist ein Brand in einem Zehn-Familienhaus in Metzingen im Pulverwiesen verlaufen. Drei Personen sind verletzt worden, als ein Adventsgesteck im Treppenhaus in Flammen aufging.

Der Alarm wurde vom Stellvertretenden Kommandanten der Metzinger Kernstadtwehr ausgelöst, der im Brandobjekt wohnt. Durch ein Geräusch aufgeschreckt, wollte er im Treppenhaus nach dem Rechten schauen. Das war aber innerhalb weniger Sekunden so stark verraucht, dass den Bewohnern in den Obergeschossen der Fluchtweg abgeschnitten war. Noch während die Feuerwehr anrückte, warnte Jürgen Späth seine Mitbewohner übers Telefon, so dass diese in den sicheren Wohnungen blieben.
 Ausgelöst worden war das Feuer durch ein Adventsgesteck aus Kunststoff im Erdgeschoss. Kurz nach 7 Uhr wollte die Besitzerin weihnachtliche Atmosphäre ins Treppenhaus zaubern. Als sie dazu ein mit Watte drapiertes Teelicht anzünden wollte, kam es nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen zu einer Verpuffung. Bruchteile von Sekunden später stand bereits das gesamte Tannenbäumchen aus Kunststoff im Vollbrand.
 Beim Versuch, das Feuer zu löschen, zog sich die Frau eine Rauchgasvergiftung zu. Sie kam mit dem Notarztwagen in eine Klinik. Zwei weitere Personen sind vom Rettungsdienst an der Einsatzstelle ambulant versorgt worden. In der anderen Haushälfte, die durch das Untergeschoss mit dem vom Brand betroffenen Gebäude verbunden ist, kamen keine Personen zu Schaden. Hier beschränkte sich die Feuerwehr aufs vorsorgliche Lüften.
 Das brennende Adventsgesteck war schnell abgelöscht. Den Schaden im Treppenhaus sowie in der Wohnung, die durch Brandrauch leicht in Mitleidenschaft gezogen worden ist, schätzen Polizei und Feuerwehr auf mindestens 10.000 Euro. Nachdem das Treppenhaus mit einem Belüftungsgerät vom rauch befreit worden ist, konnten alle Bewohner das Gebäude selber verlassen. Die vorsorglich bereit gestellten Leitern mussten nicht eingesetzt werden.
 In diesem Zusammenhang warnte Kommandant Hartmut Holder noch einmal vor unbeaufsichtigten Adventsgestecken und Teelichtern, die in der Vergangenheit bereits mehrere Brände verursacht haben. Ratsam sei zudem die Installation von Rauchmeldern.