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Einsatzbericht Kellerbrand
03.02.2012 (Einsatznr. 54)




Es waren dramatische Szenen, die sich am späten Freitagabend im Metzinger Stadtteil Glems zugetragen haben. Als kurz nach 22 Uhr der Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Uhlandstraße nach Hause kam, bemerkte er, dass aus dem Keller Rauch dringt. Ihm gelingt es noch, zwei weitere Personen im Dachgeschoss zu warnen, so dass diesen noch vor Eintreffen der Feuerwehr die Flucht gelingt.
Bei der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Reutlingen geht der Notruf um 22.12 Uhr ein. Weil nicht sicher gesagt werden kann, ob sich in der Wohnung im Obergeschoss noch Personen aufhalten, wird Großalarm ausgelöst. Neben den Kräften der Abteilung Glems kommt von der Kernstadt ein weiterer Löschzug. Der Rettungsdienst rückt mit jeweils einem Rettungswagen aus Bad Urach und Reutlingen, dem Notarzt aus Bad Urach und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Markus Metzger, zur Einsatzstelle aus.
Von den Einsatzkräften der Abteilung Glems wird zunächst ebenfalls überprüft, ob sich in der Wohnung im Obergeschoss noch Personen aufhalten. Nach Mitteilung von Nachbarn und der Polizei müssten eine junge Frau mit einem kleinen Kind zu Hause sein. Nach bangen Minuten stellt sich dann jedoch heraus, dass Beide das Wochenende nicht zu Hause verbringen.
Parallel beginnen die Feuerwehrkräfte aus Glems und Metzingen mit der Brandbekämpfung im Keller und der Belüftung des Treppenhauses. Nur mühsam gelingt es den Kräften, bei totaler Verrauchung und mehreren hundert Grad Temperatur den Brandort zu lokalisieren und das Feuer in dem Dreifamilienhaus letztlich zu löschen. Ausgebrochen ist das Feuer im Keller in einem Abstellraum mit Lattenverschlag. Die Ursache ist bislang ungeklärt, wobei nach den ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen eine Brandstiftung nicht sicher ausgeschlossen werden kann.
Trotz des schnellen und umsichtigen Feuerwehreinsatzes ist giftiger Brandrauch in die Wohnungen eingedrungen, so dass diese nicht bewohnbar sind. Vier Hausbewohner sind deshalb kurzfristig bei Verwandten unterkommen. Positives hatte Einsatzleiter Hartmut Holder aber auch noch zu vermelden: Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurde im Erdgeschoss sie verängstigte Hauskatze der Familie gefunden, die der besorgten Familie samt Katzenbox in die Hände gegeben wurde. Die Metzinger Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und rund 50 Feuerwehrleuten im Einsatz.