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Einsatzbericht First Responder Einsatz - Verkehrsunfall
01.02.2016 (Einsatznr. 46)

Am Montagabend wurde die First Responder Einheit der Feuerwehr Metzingen zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Ein15-Jähriger Rollerfahrer bog von der Bohlstraße nach links in die vorfahrtsberechtigte Nürtinger Straße ab. Hierbei kam es zur Kollision mit einem Kraftfahrzeug.

Nur vier Minuten nach Alarmeingang trafen die ausgebildeten Rettungssanitäter der Feuerwehr an der Einsatzstelle ein und fanden einen 15-Jährigen Jungen auf dem Boden liegend vor. Die Erstversorgung beinhaltete unter anderem ein sogenannter Bodycheck (Untersuchungsgang), Erhebung der Vitalparameter und Anlegen einer Halskrause. Desweiteren wurde der Patient gegen Auskühlen mit einer Rettungsdecke geschützt.

Anschließend wurde der Patient dem Rettungsdienst aus Reutlingen übergeben.
Bei der Feuerwehr Metzingen startete im November 2001 das First Responder  Projekt mit dem Ziel, das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes zu verkürzen.

In Baden-Württemberg war Metzingen die erste Freiwillige Feuerwehr, die einen First-Responder-Dienst übernommen hat. Nach einem festgelegten Alarmplan rücken die speziell ausgebildeten Feuerwehrangehörigen montags bis freitags in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr aus, wenn bei medizinischen Notfällen schnelle erste Hilfe benötigt wird. In der restlichen Zeit rücken die Helfer des DRK mit ihrem eigenen Fahrzeug aus.

Die Idee, in Metzingen ein First-Responder-System zu installieren, war mit darauf zurück zu führen, dass es in der Großen Kreisstadt Metzingen keine Rettungswache gibt. Bei Notfällen muss der Rettungsdienst aus Bad Urach, beziehungsweise Reutlingen anrücken.
Durch die Tatsache, dass die Feuerwehrwache tagsüber mit hauptamtlichen Kräften besetzt ist, ergibt sich ein nicht zu unterschätzender Zeitvorteil. Durchschnittlich rücken die First Responder der Feuerwehr pro Jahr zu mehr als 200 Einsätzen aus. Den Großteil der Einsätze bilden Herz/Kreislauferkrankungen, Verkehrsunfälle und so genannte unklare Notfälle, aber auch Suizide und Reanimationen.