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Einsatzbericht Tierrettung
19.05.2012 (Einsatznr. 194)

Mit dem Bein im Dach verhakt - Feuerwehr befreite einen in Not geratenen Mauersegler

In Not geraten ist am 19. Mai ein Mauersegler in Metzingen. Am Nachmittag waren Passanten auf den Vogel aufmerksam geworden, der sich mit dem Bein in einem Dachvorsprung verfangen hatte.
Alles wilde Schlagen mit den Flügeln half nichts, das Tier konnte sich nicht mehr selber befreien. Die zur Hilfe gerufene Feuerwehr stellte eine Steckleiter ans Haus, um das Tier in luftiger Höhe aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nach der geglückten Rettung nahm sich Helmut Thüringer vom Nabu des Tieres an. Er stellte fest, dass sich der Vogel ein Bein gebrochen hatte.
 Der Mauersegler findet für gewöhnlich unter den Dächern von Altbauten, aber auch in anderen Gebäudenischen wie altem Gemäuer, geeignete Wohnstuben. Dank dieser Anpassungsfähigkeit konnte sich der rasante Flieger in der Vergangenheit zunächst gut vermehren. Viele Nistplätze gehen heute jedoch durch Gebäudesanierungen verloren. Die Folge ist, dass der Mauersegler, der 2003 Vogel des Jahres war, nun bereits auf die Vorwarnliste der „Roten Liste" gefährdeter Brutvögel gesetzt werden musste.
 Mit einer Flügelspannweite von über 40 Zentimetern sind Mauersegler erheblich größer als heimische Schwalben. Sie haben lange, sichelförmige Flügel und einen kurzen, gegabelten Schwanz. Der Name Mauersegler ist übrigens auf dessen Verhalten, an den Mauern entlang zu segeln, zurückzuführen. Früher wurde er deshalb auch Turmschwalbe genannt.