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Einsatzbericht Teelichter lösen Großbrand aus
24.12.2009 (Einsatznr. 52)



Gegen 18 Uhr hatten Nachbarn Feuerschein entdeckt und die Feuerwehr verständigt. Als diese wenige Minuten später eintraf, schlugen die Flammen aus einem ehemaligen Bürotrakt, der inzwischen als Wohnraum genutzt wird, meterhoch in den Nachthimmel. Das Feuer drohte auf das Dachgeschoss, sowie auf zwei vor dem Haus geparkte Autos überzugreifen.
Die Feuerwehr, die aufgrund der Meldung von einem kleineren Brand ausgegangen war, löste unverzüglich Großalarm aus, zumal nicht klar war, ob sich noch Personen im Gebäude aufhalten. Die drei im Gebäude anwesenden Personen konnten sich ins Freie retten, wobei eine 24-jährige eine Atemwegsreizung durch den Rauch erlitt. Sie wurde vorsorglich ambulant in einer Klinik behandelt.
Weil im Gebäude die Türen nicht geschlossen waren, breitete sich der Brandrauch im gesamten Haus aus. Nur durch den beherzten Einsatz der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass die heißen Brandgase durchzündeten. Trotzdem konnte nicht verhindert werden, dass nahezu das gesamte Haus durch Feuer und Rauch in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Erste Schätzungen der Polizei gingen von 150.000 Euro aus, jedoch ist zu befürchten, dass der Schaden noch wesentlich höher sein dürfte. Nach rund 45 Minuten war der Brand unter Kontrolle, nach rund zwei Stunden war das Feuer gelöscht.
Für die 42 Feuerwehrleute der Abteilung Kernstadt war der Einsatz damit aber noch nicht beendet. Erst nach 22 Uhr waren die letzten Glutnester abgelöscht und das Gebäude notdürftig mit Spanplatten gesichert. Statt Weihnachtsbraten und einem Gläschen Sekt gab es einen Papp-Becher heißen Tee, den das DRK zubereitet hatte.
Die Metzinger Feuerwehr war mit acht Fahrzeugen und 42 Einsatzkräften im Einsatz. Zur Brandbekämpfung kamen unter anderem 26 Einsatzkräfte mit Pressluftatmern zum Einsatz. Der Rettungsdienst entsandte zwei Rettungswagen, ein Notarzt-Einsatzfahrzeug sowie einen KTW, der DRK Ortsverein Metzingen drei weitere Fahrzeuge zur Einsatzstelle. Nach Auskunft von Einsatzleiter Hartmut Holder grenzt es nahezu an ein Wunder, dass niemand ernsthaft verletzt worden ist. Er machte darauf aufmerksam, dass zum Eigenschutz Rauchmelder in Wohngebäuden installiert werden sollten.
Das Haus dürfte für mehrere Monate nicht bewohnbar sein. Metzingens Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler sorgte noch an Heilig Abend dafür, dass die Eigentümer des Hauses und die Mieterin, die alle nur die Kleider, die sie am Leibe trugen, aus den Flammen retten konnten, in einem Gasthaus untergebracht wurden.